Kreistag am 13.05.2020: TO 2: „Für ein „Plus“ in der Klinikversorgung vor Ort

Kreistagsfraktion

– Spendenaktion für unsere Kliniken

Stellungnahme des gesundheitspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion Norbert Bienek  

Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Brötel (trotz Abwesenheit), sehr geehrte Stellvertreter des Landrats Herr Burger, liebe Kolleginnen und Kollegen des Kreistages, werte Gäste und Bürger!

Für ein „Plus“ in der Klinikversorgung vor Ort – Spendenaktion für unsere Kliniken. 

Die Idee war gut, ist gut und bleibt gut!! Das Echo und der Eingang der Spenden war gut, ist gut, und kann noch besser werden!! Jetzt sind es bereits 72.567,22 €. Wir wissen, dass mit diesem Geld verantwortlich umgegangen wird und Rechenschaft dafür abgelegt wird!!

Gestern war der „Tag der Pflege!“ anlässlich des 200. Geburtstags von Florence Nightingale. Sogar die RNZ hatte ihr Porträt auf der Titelseite. Deshalb versammelten sich rund 20 Menschen zum Auftakt einer 24-stündigen Mahnwache auf dem Schlossplatz in Stuttgart. Sie bauten ein Krankenhausbett unter einem Pavillon auf, auf Transparenten war etwa zu lesen "Profit pflegt keine Menschen".

Zum internationalen Tag der Pflege am Dienstag rief die Bewegung "Walk of Care" (Marsch für die Pflege) zum digitalen Protest auf, weil man dieses Jahr angesichts des Coronavirus auf einen Protestmarsch verzichten müsse. Per Livestream wurde unter anderem am Dienstagnachmittag auf YouTube und per Hashtag auf Missstände in der Pflege, wie: Personalmangel, mangelndes Mitspracherecht und unzureichende Schutzausrüstung in Zeiten der Corona-Pandemie hingewiesen, aber auch auf das enorme Engagement der Pflegekräfte in dieser Krise.

 

Ich bin unserem Bundespräsidenten für seine Worte zum Tag der Pflege sehr dankbar: Diejenigen, die in Heimen und zuhause Menschen pflegen, «leisten Enormes für unser Land», sagte Steinmeier. «Sie leben vor, was Solidarität heißt. Dafür danke ich Ihnen aus tiefstem Herzen! Und ich würde mir wünschen, dass wir alle uns auch nach der Krise daran erinnern, was Sie für diese Gesellschaft tun.»

Bedenken wir, dass Solidarität 1. keine Einbahnstraße ist und 2. Solidarität nicht alleine gelebt werden kann. Lassen Sie mich auch das kritisch anmerken: Für mich sind einige Demonstrationen in dieser Zeit wie ein Schlag ins Gesicht für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen, die vor Wochen noch als systemrelevante Beschäftige gefeiert wurden!

 

Ich habe die Befürchtung: Der Zug, dass Corona irgendwas gesellschaftlich verbessert, scheint gerade laut pfeifend abzufahren. Deshalb bin ich dankbar, dass der Spendenaufruf des Landkreises spontan einen großen Wiederhall gefunden hat. Für ein „Plus in der Klinik- Versorgung vor Ort“. Als der Landkreis diese Aktion ins Leben rief, konnte noch niemand ahnen, für wie wichtig sich die Krankenhäuser unserer Größe für die Bevölkerung erweisen werden.  Die Meinung von Sozialminister Manne Lucha wurde Lügen gestraft, „dass man die kleinen Häuser nicht bräuchte“. Es gibt halt nicht nur elektive Erkrankungen! Sogar das geschlossene Krankenhaus in Künzelsau hat man schnell wiedereröffnet als Reserve. Wo anders wurden für viel Geld Notlazarette erstellt.

 

Wir haben im NOK bewiesen, dass unsere Kliniken in der Krise leistungsfähig sind. Und viele Menschen haben Beifall geklatscht. Aber das reicht nicht. Ich hoffe, dass die Bürger und Bürgerinnen des NOK auch weiterhin unsere Häuser unterstützen und spenden. Diese Aktion ist ein positives Zeichen. Deshalb danke an alle Spender und ich möchte Mut machen, diesen Betrag (72.567,22€) zu verzehn- oder verhundertfachen. Gemeinsam in gelebter Solidarität ist das zu schaffen. Jeder und jede nach seinem/ihrem Vermögen. Dann kann hier bei uns wirksam die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden. Danke an alle Spendenden 

und in der Hoffnung für eine gute Zukunft unserer Kliniken! [Das gesprochene Wort gilt!]

 

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