Großer Abend für Gerd Teßmer

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Langjähriger Kreisvorsitzender und SPD-Landtagsabgeordneter wurde zum Ehrenkreisvorsitzenden ernannt – Feierstunde
  
Volles Haus im fideljo in Mosbach. Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte hat die Kreis-SPD mit Gerd Teßmer eine Persönlichkeit aus ihrer Mitte zum Kreisehrenvorsitzenden ernannt.

Und das zu recht: Teßmer war von 1978 – 2003 SPD-Kreisvorsitzender. Mehr noch: Zuvor war er schon sechs Jahre Kreisschriftführer. „Sein langjähriges hartnäckiges Arbeiten an einer stärkeren Mitglieder- und Organisationsbasis wurde letztendlich mit der Wahl in den Landtag 1984 gekrönt“, betonte der SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Graner in seiner Begrüßung.
Dem Landtag gehörte er dann 22 Jahre an. Bis heute ist Teßmer als Gründungsvorsitzender (1971) aktiv im Ortsverein Binau.
Sein Lebenswerk ist beeindruckend. Teßmer ist Inhaber des Bundesverdienstkreuzes (1994), des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse (2004) und des Bundeswehrehrenzeichen in Gold (2005) sowie Träger der Willy-Brandt-Medaille.  

An der Feier nahmen über 150 Genossinnen und Genossen, darunter zahlreiche langjährige Weggefährten, teil. Auch Landrat Dr. Achim Brötel und zahlreiche Bürgermeister ließen es sich nicht nehmen mit dabei zu sein. Teßmers ehemaliger Fraktionskollege im Landtag und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Reinhold Gall MdL gehörte ebenfalls zu den prominenten Gästen.

Musikalisches Highlight war der sozialdemokratische Projektchor, gespickt mit SPD-Mitgliedern, die ehrenamtlich in verschiedenen Chören singen.


Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel würdigte in ihrer Laudatio Gerd Teßmers einzigartiges Wirken für die SPD und die Menschen im Neckar-Odenwald.
 
„Du bist als Kind aus Ostpreußen geflohen und hattest eine beschwerliche Reise voller Strapazen auf dich nehmen müssen. Aus der Heimat vertrieben, gestrandet in einer anderen Umgebungandest du zunächst nicht die Freundschaften und Hilfen, die nötig gewesen wären, um dir als Kind beim Verarbeiten der traumatischen Flucht zu helfen“, so Schlegel.
 
„Wir wollen den Menschen Zuflucht bieten, die in ihrer Heimat verfolgt werden und vor Krieg und Terror fliehen müssen. Das nennt sich  Mitmenschlichkeit und gibt den Menschen, die alles verloren haben, Würde zurück.
Weiter müssten aber auch die Fluchtursachen bekämpft werden.
Wir müssen die Asylverfahren ordnen und wir wollen eine erfolgreiche Integration. Das wollen wir erreichen, aber niemals zu Lasten der politisch verfolgten Menschen. Wir können stolz auf unser Grundgesetz sein, das vorbildlich, modern und gerecht ist. Und nicht nur die Freiheit der Gedanken groß schreibt“, sagte Schlegel unter Beifall der Gäste.
 
Bereits früh fand Teßmer zum bürgerschaftlichen Engagement.
Die Ostpolitik Willy Brandts führte Teßmer zur SPD.
Der Einsatz für Andere und Schwächere, für Menschen, die alleine sind, oder keine Fürsprecher hatten, war für ihn Lebensthema.
 
Dieses Engagement jedes/jeder Einzelnen ist das Fundament einer demokratischen Gesellschaft.
 
Wie ernst es Teßmer damit gemeint hat, zeugt die Gründung des SPD Ortsvereins Binau im Juli 1971. In diesem Jahr wurde er auch Gemeinderat
 
Schlegel abschließend: „Heute sind die drängendsten Themen „Freiheit. Solidarität. Gerechtigkeit. Die Partei, die für diese Ziele seit über 150 Jahren streitet. Und seit fast 50 Jahren kämpfst du für diese Ziele mit. Diese Lebensleistung findet heute in der Verleihung des Ehrenvorsitzes eine angemessene Würdigung.“


 
Nach diesem Lob zeigt sich Teßmer sichtlich gerührt und dankte für den schönen Abend. Darin schloss er seine Familie ein, die ihm immer den Rücken frei hielt und Kenneth Weidlich für die generalstabsmäßige Organisation des Festabends.
 
Teßmers Nachfolger, MdL Georg Nelius dankte in seinem Schlusswort allen Helferinnen und Helfern vor und hinter der Kulisse.

 

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