SPD Fraktion bedauert Entscheidung gegen Solarpark in Adelsheim

Kommunalpolitik


Geplanter Standort in Sennfeld

Die SPD-Fraktion im Adelsheimer Gemeinderat hatte sich für eine Anfrage zum Bau einer 5,6 Megawatt großflächigen Photovoltaik Anlage ausgesprochen. Dies wurde jedoch durch eine ideologisch verbohrte CDU in Adelsheim verhindert.

Bei der Vorstandssitzung des Stadtverbands der SPD Adelsheim eröffnete Ralph Gaukel als Vorsitzender die Sitzung und begrüßte die Vorstands- und Fraktionsmitglieder. Kassiererin Friederike Madinsky berichtete vom aktuellen Kassenstand. Ihr konnte von den Kassenprüfern und vom Kreisverband eine gute Arbeit bescheinigt werden. Heide Lochmann berichtete von der Arbeit der Kreistagsfraktion. Besonders lägen ihr die jungen Familien und deren Zukunft im Kreis am Herzen. So arbeite eine Arbeitsgruppe der Kreis-SPD an Ideen um die Situation der Familien zu verbessern. Man wolle erreichen, dass Familien mit neugeborenen Kindern persönlich in den Kommunen angesprochen werden sollen. Ziel soll es sein, bei etwaigen Problemen frühzeitig Hilfestellung zu geben, bzw. diese zu vermitteln.
Im weiteren Verlauf wurden auch Termine für die im nächsten Jahr stattfindende Landtagswahl und Bürgermeisterwahl geplant. Ebenfalls wurde eine anstehende Mitgliederversammlung vorbereitet.
Breiten Raum nahm dann eine Entscheidung im Adelsheimer Gemeinderat zur Errichtung einer großflächigen Photovoltaik-Anlage mit 5,6 Megawatt Generatorleistung in Sennfeld ein. Die SPD, so der Fraktionsvorsitzende Ralph Gaukel, bedauere die mehrheitliche Ablehnung des Gremiums. Die SPD hatte sich für eine Untersuchung des Standortes und einen öffentlichen Entscheidungsprozess stark gemacht. Gerade im Hinblick auf die Ziele des Neckar-Odenwald Kreises zur CO2 Reduktion, so Heide Lochmann, sei die Adelsheimer Entscheidung kontraproduktiv.
Sigi Karrer wies auch auf das EU-Leuchtturm Projekt der Bauland Kommunen hin, welches in die gleiche Richtung ziele. In diesem Zusammenhang zitierte Ralph Gaukel einen Pressetext der Webseite der Stadt Adelsheim in der folgender Wortlaut der RIO-Bürgermeister zu finden sei:
"Die fünf Gemeinden sollen in den nächsten Jahren zu einer Null-Emissions-Region entwickelt werden.“

Gaukel stellte die Frage, wo hier der Anteil Adelsheims bleibe. Gerade eine Gewerbesteuer arme Kommune wie Adelsheim könne sich eine solche Entscheidung nicht leisten. Auch für die Ansiedelung im leer stehenden Businesspark sei eine Entscheidung gegen innovative Zukunftstechnologie nicht förderlich. Im Gegensatz zu Walldürn und Hardheim, wo es in den Räten in öffentlichen Sitzungen eine breite Zustimmungen für die Solarparkprojekte gab, wurde das Thema in Adelsheim versucht nichtöffentlich vom Tisch zu bekommen.
Sigi Karrer betonte dabei, dass in letzter Zeit immer mehr Themen von öffentlichem Belang sehr zu seinem Missfallen nichtöffentlich beraten würde. Er wünsche sich für die SPD-Fraktion und die interessierte Bürgerschaft mehr Offenheit seitens der Stadtverwaltung.

Deshalb hatte die SPD Fraktion in der letzten Gemeinderatssitzung auch einen Antrag gestellt Fragen zu Investitionen in erneuerbare Energien künftig öffentlich zu behandeln.

Auch wurde die Stadtverwaltung aufgefordert ein Konzept zu entwickeln, wie künftig mit Anfragen zu diesem Thema umgegangen werden solle.
Adelsheim müsse hier, so die einhellige Meinung der Adelsheimer SPD, deutlich aktiver werden. Die SPD biete hier der Stadtverwaltung und den Fraktion im Gemeinderat Gespräche an, dieses Thema wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

 
 

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